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Der Werbespot zum neuen 5 Euro-Schein

8. Juli 2013 Keine Kommentare

Einfach fĂĽhlen, sehen und kippen – wie eine Pizza?
Die Europäische Zentralbank macht mit einem Werbespot auf den neuen 5 Euro-Schein, der seit dem 2. Mai 2013 im europäischen Umlauf ist, und seine Vorzüge bezüglich der einfachen Prüfung auf Echtheit aufmerksam.


Dabei setzt die EZB auf Amusement und ĂĽberträgt die Situation einer EchtheitsprĂĽfung auf eine Pizza. Ob der Herr im Video jetzt nun herausfinden möchte, ob die Pizza nach original italienischem Rezept zubereitet wurde, oder einfach nur die Pilze sucht, ist dabei nicht ganz verständlich, gleichermaĂźen aber auch egal, denn das Warten auf die offensichtlich stattfindene Pointe – die Zerstörung der Pizza – stellt weitere Fragen in den Hintergrund. Und in der Tat fasst der Gast gleich nach dem Servieren und noch vor den Augen des feinen Obers die Pizza mit den Händen an, streicht mit geschlossenen Augen ĂĽber sie, hebt sie an und – kippt sie. Das hat natĂĽrlich die Folge, dass der Belag nach unten fällt. Der Gast scheint trotz dieser Vernichtung der Mahlzeit äuĂźerst zufrieden. „Wenn doch nur alles so leicht zu prĂĽfen wäre, wie der neue 5 Euro-Schein“, heiĂźt es am Ende. Nun, einfach schien die Angelegenheit ja schon zu sein, nur nicht allzu nĂĽtzlich. Oder doch? Die falsche Pizza scheint enttarnt und wird zumindest mit einem fragwĂĽrdigen Lächeln des Gastes zurĂĽck zum Ober gegeben. Warum auch immer.

So ganz eindeutig ist die Aussage des Spots der Europäischen Zentralbank also nicht, aber lehrreich ist sie allemal. SchlieĂźlich merken wir uns anhand amĂĽsanter Bilder und Assoziationen doch immernoch am besten, wie die Dinge zu funktionieren haben. In diesem Falle eben fĂĽhlen, sehen und kippen – wie eine Pizza.

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Euro-Krise – Wie lange noch?

30. Mai 2012 Keine Kommentare

cc by flickr / Andrea Guerra

Es geht schon eine Zeit, das in allen politischen Lagern ĂĽber die Euro-Krise gestritten wird. Spekulationen mancher gehen soweit, dass die ‚Deutsche Mark‘ wieder eingefĂĽhrt werden könnte. Es sieht wahrhaftig nicht gut aus. Sogar Frankreich scheint nun von der Politik abzurĂĽcken, mit Deutschland durch dick und dĂĽnn zu gehen. François Hollande samt Regierung hat gerade beschlossen, dass das Rentenalter auf 60 Jahre heruntergesetzt werden soll. Die BegrĂĽndung war, das selbst eine schlechte Finanzlage keinen Franzosen dazu zwingen dĂĽrfe, länger arbeiten gehen zu mĂĽssen. Wobei die Deutschen weiter bis 67 Jahren arbeiten gehen dĂĽrfen, beschwerte sich jemand im Aktien-Forum Hopee.

Man verlässt sich auf die deutsche Arbeitswilligkeit, und ihre Bereitschaft sich anzustrengen. Nur sieht es da nicht so rosig aus. Die Ratingagentur Moody’s hat einige deutsche Banken herabgestuft. Sie begrĂĽndeten diese Entscheidung damit, das jene Banken nur begrenzte Fähigkeiten haben Verluste in der Eurozone zu kompensieren. Zum GlĂĽck ist die wirtschaftliche Lage Deutschlands gut. Andere europäische Banken sind einiges stärker gesenkt worden.

Aktuell muss Spanien besonders kämpfen, denn Spanien benötigt mehr Geld als bisher angenommen. Spaniens Banken müssen saniert werden und da sprach man schon von 100 Milliarden Euro. Allerdings weigert sich Spanien bislang, den Rettungsschirm anzunehmen. Sie scheinen innigst zu hoffen, das Deutschland zuguterletzt nachgeben wird, und den spanischen Banken unter die Arme greift. Ob die Deutschen dazu in der Lage sein wollen, spricht der DAX eine andere Sprache. So kann man in einem Aktien Forum lesen, das das Plus von ungefähr 18 Prozent zum Jahresauftakt leider wieder aufgeraucht ist. Seit Januar ist der DAX unter die 6000 Punkte gegangen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat da schon ein paar blendende Ideen der Krise Herr/Frau zu werden und forderte: „Mehr Europa“. Sie will mehr Kompetenzen und Kontrollmöglichkeiten an eine europäische Regierung abgeben, die sich dann ganz empfindlich in die staatsinternen Angelegenheiten einmischen kann. Ob sie damit den ESM-Vertrag meint?