Archiv

Artikel Tagged ‘Banken’

Euro-Krise – Wie lange noch?

30. Mai 2012 Keine Kommentare

cc by flickr / Andrea Guerra

Es geht schon eine Zeit, das in allen politischen Lagern ĂĽber die Euro-Krise gestritten wird. Spekulationen mancher gehen soweit, dass die ‚Deutsche Mark‘ wieder eingefĂĽhrt werden könnte. Es sieht wahrhaftig nicht gut aus. Sogar Frankreich scheint nun von der Politik abzurĂĽcken, mit Deutschland durch dick und dĂĽnn zu gehen. François Hollande samt Regierung hat gerade beschlossen, dass das Rentenalter auf 60 Jahre heruntergesetzt werden soll. Die BegrĂĽndung war, das selbst eine schlechte Finanzlage keinen Franzosen dazu zwingen dĂĽrfe, länger arbeiten gehen zu mĂĽssen. Wobei die Deutschen weiter bis 67 Jahren arbeiten gehen dĂĽrfen, beschwerte sich jemand im Aktien-Forum Hopee.

Man verlässt sich auf die deutsche Arbeitswilligkeit, und ihre Bereitschaft sich anzustrengen. Nur sieht es da nicht so rosig aus. Die Ratingagentur Moody’s hat einige deutsche Banken herabgestuft. Sie begrĂĽndeten diese Entscheidung damit, das jene Banken nur begrenzte Fähigkeiten haben Verluste in der Eurozone zu kompensieren. Zum GlĂĽck ist die wirtschaftliche Lage Deutschlands gut. Andere europäische Banken sind einiges stärker gesenkt worden.

Aktuell muss Spanien besonders kämpfen, denn Spanien benötigt mehr Geld als bisher angenommen. Spaniens Banken müssen saniert werden und da sprach man schon von 100 Milliarden Euro. Allerdings weigert sich Spanien bislang, den Rettungsschirm anzunehmen. Sie scheinen innigst zu hoffen, das Deutschland zuguterletzt nachgeben wird, und den spanischen Banken unter die Arme greift. Ob die Deutschen dazu in der Lage sein wollen, spricht der DAX eine andere Sprache. So kann man in einem Aktien Forum lesen, das das Plus von ungefähr 18 Prozent zum Jahresauftakt leider wieder aufgeraucht ist. Seit Januar ist der DAX unter die 6000 Punkte gegangen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat da schon ein paar blendende Ideen der Krise Herr/Frau zu werden und forderte: „Mehr Europa“. Sie will mehr Kompetenzen und Kontrollmöglichkeiten an eine europäische Regierung abgeben, die sich dann ganz empfindlich in die staatsinternen Angelegenheiten einmischen kann. Ob sie damit den ESM-Vertrag meint?

Experten sprechen von möglicher Kreditklemme

16. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Eric Caballero

cc by flickr/ Eric Caballero

Vor einigen Tagen veröffentlichte der Finanzdatenanbieter Thomson Reuters Zahlen, nach denen die deutschen Banken deutlich weniger Geld für Kredite zur Verfügung haben als noch vor einem Jahr. So manch ein Experte spricht schon jetzt über eine mögliche Kreditklemme, die bei unveränderten Bedingungen ins Haus stehen könnte.

Die Summe der Mittel, die von Investoren geliehen wurde, machte in den ersten neun Monaten des Jahres weniger als die Hälfte der Summe aus, die die Banken für auslaufenden Anleihen zurückzahlen mussten. Das heißt im Klartext in vielen Bereichen entsteht den Banken eine Finanzierungslücke!

Konkret wurden zum Beispiel laut Thomson Reuters in den ersten 11 Monaten 40,4 Milliarden Euro von Geldgebern geliehen, jedoch wurden in dieser Zeit auch Anleihen in Höhe von 92,5 Milliarden Euro fällig. Ein ähnliches Bild bietet sich einem auch bei den gesicherten Emissionen. 27,8 Milliarden Euro konnten an Neu-Emissionen bis November verzeichnet werden, während Emissionen von 50,4 Milliarden Euro ausliefen. Die Finanzierungslücke der Banken liegt also bei 75 Milliarden Euro.

Experten rechnen damit, dass sich die Lage im Bereich der Kredite vor allem für Privatpersonen und kleinere und mittlere Unternehmen deutlich verschlechtern könnte. Sie bekommen dann entweder gar kein Darlehen oder eines mit hohen Zinsen. Schon jetzt könne man erste Anzeichen hierfür sehen.

KategorienKredite Tags: ,

Tagesanleihe des Bundes: Sicher aber wenig Zinsen

4. November 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Fundraisingnetz

cc by flickr/ Fundraisingnetz

Nach wie vor wird die Tagesanleihe des Bundes als sichere Geldanlage gehandelt, was angesichts der aktuellen Schuldenkrise sogar GroĂźinvestoren dazu bringt sich Bundesanleihen zu kaufen. Wer aktuell darĂĽber nachdenkt sein Geld ebenfalls in diesem Bereich anzulegen, sollte jedoch neben all der Sicherheit die niedrigen Zinsen nicht vergessen.

Diese ändern sich täglich und sind leider genau wegen der oben erwähnten Großinvestoren, die sich stark für Bundesanleihen interessieren, aktuell noch geringer. Sie befinden sich momentan deutlich unter einem Prozent und damit auch weit unter der Inflationsrate von derzeit 2,6 Prozent.

Die Mindestanlage beträgt 50 Euro und das Maximum liegt bei 250.000 Euro. Experten raten, Ersparnisse, die über 100.000 Euro liegen auf mehrere Bankengruppen zu verteilen. In Deutschland wären dies die privaten Banken, die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken.

Anschlussfinanzierung fĂĽr Immobilien: Jetzt gĂĽnstige Zinsen nutzen?

28. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

cc by flickr/ Images_of_Money

Darlehen für Immobilien erhält man aktuell zu sehr günstigen Zinsen. Wer bereits ein solches Darlehen hat und in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen wird, der sollte sich laut der Stiftung Warentest schon jetzt Gedanken dazu machen, denn noch kann man von den aktuellen Top-Zinsen profitieren.

Dabei haben Verbraucher mehrere Möglichkeiten. Zum einen können sie natürlich abwarten bis die Laufzeit fast vorbei ist und sich dann erst um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Dies ist allerdings risikoreich, denn in der Zwischenzeit könnten die Zinsen wieder angezogen haben und der Anschlusskredit wird teuer.

Man hat jedoch auch die Möglichkeit sich für ein sogenanntes Forward-Darlehen zu entscheiden. Dabei setzt man schon jetzt die Konditionen für den Anschlusskredit fest um sich vor einem möglichen Anstieg der Zinsen zu schützen. Bis zu fünf Jahre im Voraus ist dies in der Regel möglich.

Mit der Zustimmung der Bank kann man jedoch auch vorzeitig ein neues Darlehen zu den aktuell günstigen Zinsen gegen das alte tauschen. Dafür verlangt die Bank jedoch eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, die meist so hoch ist, dass sich die Variante nicht wirklich lohnt. In allen Fällen sollte man sich gut beraten lassen und vor allem mehrere Angebote von unterschiedlichen Banken einholen um gute Vergleiche anstellen zu können. Die Stiftung Warentest hat nämlich in einem Test gezeigt, dass man bei teuren Banken um bis zu 40 Prozent höhere Zinsen zahlen kann als bei günstigen Angeboten.