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Archiv für die Kategorie ‘Immobilien’

Wirtschaftslage in Griechenland. Kann man wieder investieren?

2. November 2017 Keine Kommentare

cc by wikimedia/ KMJNicht wenige Anleger fragen sich, ob das in den letzten Jahren wirtschaftlich arg gebeutelte Griechenland vor einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung steht, und sich deshalb Investitionen in den griechischen Aktienmarkt und die griechische Bauwirtschaft wieder lohnen. Diese Frage verlangt nach einer differenzierten Erörterung.

Die Schuldensituation des griechischen Staates
Die Regierung in Athen ist hoffnungsfroh demnĂ€chst wieder aus eigener Kraft an die internationalen KapitalmĂ€rkte zurĂŒckkehren zu können, um sich dort Geld zu leihen. Indes ist dies keineswegs gesichert. So dĂŒrfte Griechenlands Staatshaushalt auch 2017 statt einem anvisierten PrimĂ€rĂŒberschuss, also Überschuss vor Schuldendienst, von 3,5 Prozent nur einen PrimĂ€rĂŒberschuss von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufweisen. Wohlgemerkt, das ist der Überschuss vor Schuldendienst. Unter Einbeziehung des Schuldendienstes ist der griechische Staatshaushalt natĂŒrlich wieder im Minus. Auch gestalten sich Athens Verhandlungen mit seinen GlĂ€ubigern zwecks GewĂ€hrung von Zahlungserleichterungen zĂ€her als erwartet. Es ist vor diesem Hintergrund keineswegs ausgeschlossen, dass das Land seine Schuldenprobleme nicht in den Griff bekommt, und dadurch die Akzeptanz des Wirtschaftsstandortes Griechenland weiter absinken könnte.

Der griechische Aktienmarkt
Der griechische Aktien Aktienmarkt, der Athex Composite, hat in den letzten Monaten fast 29 Prozent zulegen können. Getrieben wurde dies Entwicklung vom privaten Konsum und von diversen infrastrukturellen Großprojekten. Allerdings ist auch die Situation des griechischen Aktienmarktes prekĂ€r. So notiert er mit knapp 760 Punkten bereits wieder erkennbar unter seinem 12-Monatshoch, wĂ€hrend etwa der deutsche DAX momentan von Höhepunkt zu Höhepunkt eilt. Sorgen bereitet auch die im Jahr 2017 fĂ€llige starke RentenkĂŒrzung, welche dem privaten Konsum Kaufkraft entziehen dĂŒrfte. Zudem verfehlt Griechenland stĂ€ndig seine Wachstumsprognosen. Eigentlich hĂ€tte das Land bereits 2016 wieder auf den Pfad des Wirtschaftswachstums zurĂŒckkehren sollen. Starke WirtschaftseinbrĂŒche in den Schlussquartalen des Jahres 2016 machten diese Zielsetzung indes zu Nichte, und bescherten dem Land nur ein Nullwachstum. Auch im Jahr 2017 sackte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal gegenĂŒber dem Quartal des VorgĂ€ngerjahres um 0,5 Prozentpunkte ab. Die EuropĂ€ische Kommission senkte das Wachstumsziel fĂŒr Griechenland deshalb auf 2,1 Prozent fĂŒr 2017 ab. Weitere negative Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Sollten diese eintreten, dĂŒrfte sich der griechische Aktienindex wieder Richtung SĂŒden bewegen.

Die griechische Bauwirtschaft
Die griechische Bauwirtschaft verzeichnet im Bereich der Infrastrukturbauten momentan einen Aufschwung. Zu nennen wĂ€ren diesbezĂŒglich etwa das Großprojekt Trans Adriatic Pipeline, diverse Hafen- und Straßenbaumaßnahmen und Investitionen in die Metros von Athen und Thessaloniki. Sorgenkind indes bleibt nach wie vor der Bereich des privaten Wohnungsbaus. Hier wird sich die negative Entwicklung wohl fortsetzen.

Fazit
Eine Investition in Griechenland lohnt sich momentan wohl nur fĂŒr jene auslĂ€ndischen Investoren, die im Hinblick auf die GrĂŒndung von Firmenzweigstellen vom niedrigen griechischen Lohnniveau profitieren wollen. FĂŒr alle anderen macht die Unsicherheit bezĂŒglich Schuldensituation und Entwicklung der Realwirtschaft ein Griechenlandinvestment zu einem unkalkulierbaren Risiko.

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KategorienAktien, Immobilien Tags:

Immobilienpreise weiter im Steigflug

28. Dezember 2012 Keine Kommentare

cc by pixabay / PublicDomainPictures

Ein Ende des Preisanstiegs bei Wohnimmobilien, ist derzeit nicht in Sicht. Nachdem in den letzten Jahren, vor allem die Preise fĂŒr Neubauten in GroßstĂ€dten krĂ€ftig gestiegen sind, hat der Preisanstieg jetzt auch Bestandsimmobilien im Umland erfasst. Die Deutsche Bundesbank sieht jedoch noch keine Anzeichen einer Immobilienblase.

Wohnraum in deutschen GroßstĂ€dten immer teurer

Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank beschĂ€ftigt sich, in der Februar Ausgabe, mit der Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland. AugenfĂ€llig ist hierbei vor allem, dass der Trend zu Immobilien in Deutschland weiter ungebrochen ist. Allerdings hat sich die Nachfrage etwas verlagert: Waren es in den vergangenen Jahren stets die GroßstĂ€dte und BallungsrĂ€ume, die einen steilen Anstieg des Preisniveaus aufwiesen, so waren im abgelaufenen Jahr 2012, auch zunehmend Objekte im Umland gefragt. Insgesamt, berichtete die Deutsche Bundesbank fĂŒr das Jahr 2012, einen durchschnittlichen Preisanstieg fĂŒr Wohnimmobilien, in 125 reprĂ€sentativen StĂ€dten, von circa 5,25 Prozent.

Ein Grund fĂŒr diese Entwicklung, sind unter anderem auch die nach wie vor historisch niedrigen Bauzinsen. Laut Angaben der Deutschen Bundesbank, fiel im zweiten Halbjahr 2012, der durchschnittlich fĂŒr Hypothekendarlehen mit einer Zinsbindungsperiode von fĂŒnf bis zehn Jahren zu entrichtende Zinssatz, auf unter drei Prozent. Dies hat zur Folge, dass der fĂŒr die Finanzierung anfallende monatliche Aufwand relativ niedrig ausfĂ€llt. So ist es auch fĂŒr Bezieher durchschnittlicher Einkommen leichter möglich, sich den Wunsch von einer eigenen Immobilie zu erfĂŒllen. FĂŒr WohnungskĂ€ufer oder Hausbauer ist es zudem relativ unkompliziert, die fĂŒr sie jeweils gĂŒnstigsten Konditionen zu ermitteln. Jeder, der von Zeit zu Zeit einmal Waren in einem Versandshop im Internet bestellt, wird sich auch problemlos mit einschlĂ€gigen Online-Vergleichsplattformen fĂŒr Baufinanzierungen zurecht finden. Diese Marktkenntnisse helfen oftmals auch bei GesprĂ€chen mit der Hausbank, als kompetenter Partner wahrgenommen zu werden und einen Immobilienkredit zu gĂŒnstigen Konditionen abschließen zu können.

Mit DenkmÀlern Steuern sparen

21. Januar 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ roger4336

Denkmalimmobilien sind eine sichere Geldanlage. Mit ihnen lassen sich im Vergleich zu normalen Immobilien ordentlichen Steuern sparen, da ihr kultureller Mehrwert vom Staat anerkannt und gefördert wird.

Ein Dach ĂŒber dem Kopf – das ist fĂŒr den Menschen ein GrundbedĂŒrfnis. Deshalb gilt eine Immobilie als krisenfeste und inflationssichere Geldanlage und sollte ein fundamentaler Bestandteil Teil einer Strategie zur Altersvorsorge sein.
Dabei lohnt es sich gleich mehrfach, eine Denkmalimmobilie zu erwerben.

Denkmalimmobilien – das sind prachtvolle GebĂ€ude aus verschiedenen kulturellen Epochen, die vom Amt fĂŒr Denkmalschutz, in die Denkmallisten aufgenommen wurden, weil sie nicht nur ganz erheblich zum Stadtbild beitragen, sondern auch Zeitzeugen unserer Kultur sind.
Anders als bei anderen Immobilien besteht hier ein Interesse des Staates, diese Bauwerke zu erhalten.

Wegen des besonderen Flairs von Denkmalimmobilien sind sie besonders als Eigenheim interessant. Daneben ergibt sich der Vorteil dieser Immobilien vor allem aus der steuerlichen Förderung. So kann der KĂ€ufer einerseits ĂŒber die lineare AFA die Wertminderung abschreiben, die sich aus der Abnutzung von Immobilien ergibt.
Die oft hohen Sanierungskosten von Altbauten schrecken KĂ€ufer dagegen meistens eher ab. Doch gerade diese sollten kein Grund sein, von dem Kauf einer Denkmalimmobilie abzusehen. Denn hieraus ergibt sich der eigentliche steuerliche Vorteil einer Denkmalimmobile:
Das Einkommenssteuergesetz sieht fĂŒr diese Kosten eine Abschreibung von bis zu 100% vor.

Ein Vorteil hierbei ist, dass es die Steuervorteile sowohl fĂŒr Investoren als auch fĂŒr Selbstnutzer gibt. So können Selbstnutzer die Kosten fĂŒr eine Sanierung ĂŒber 10 Jahre mit jĂ€hrlich 9% auf ihre Steuerlast ansetzen. Wird die Immobilie nicht selbst genutzt, können sogar 100% abgeschrieben werden – ĂŒber einen Zeitraum von 12 Jahren, bei dem in den ersten 8 Jahren jeweils 9% pro Jahr und den restlichen vier Jahren 7% angesetzt werden können.

Zu beachten ist hierbei, dass die Kosten erstmals im Jahr der Fertigstellung berĂŒcksichtigt werden können und dass der Erwerb vor der Sanierung erfolgt sein muss. Andernfalls vermindert das den abschreibaren Teil der Sanierungskosten.

Alle weiteren steuerlichen Vorteile greifen bei Denkmalimmobilen natĂŒrlich ebenfalls: So sind zum Beispiel Gewinne aus dem Wiederverkauf von Immobilien nach einer Spekulationsfrist von 10 Jahren steuerfrei.

Abschließend soll noch auf die Finanzierung hingewiesen werden. Neben den klassischen Finanzierungsformen können hier eventuell auch spezielle Förderdarlehen beansprucht werden. Zudem sind die Kosten, die sich aus der Finanzierung ergeben, ebenfalls als steuerlich relevante Mehrbelastung zu sehen – und deshalb absetzbar.

Es zeigt sich also, dass denkmalgeschĂŒtzte Immobilien als Anlageobjekt, aber auch als Wohneigentum interessant sind.

Immobilien als Geldanlage

3. Januar 2012 Keine Kommentare

Der Traum von den eigenen vier WĂ€nden - flickr.com/noniq

Immobilien entwickeln sich seit einigen Jahren bei Anlegern zu einer immer beliebteren Geldanlage. In der heutigen Zeit verlieren viele das Vertrauen in Banken und FinanzgeschĂ€fte in der Börse, das diese als unvorhersehbar gelten. Anders sieht es beim Kauf von Immobilien aus: Hier kann man ungefĂ€hr abschĂ€tzen, wie sich der Preis entwickelt, und somit gewisse Risiken von Beginn an ausschließen.

Es gibt einige Dinge zu beachten, wenn man Immobilien kaufen möchte: Zuerst sollte man sich darum bemĂŒhen, eine möglichst geeignete Finanzierung bei der Bank zu erhalten. Erst dann, wenn die Finanzierung in trockene TĂŒcher gebracht wurde und absehbar ist, dass es kein Problem ist, die Raten zu bezahlen, sollte der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung angestrebt werden.

Am besten ist es, wenn der Anleger bereits ĂŒber ein gutes Startkapital verfĂŒgt, das er dann nach Belieben verwenden kann. Besonders wichtig ist dabei, dass die Wertsteigerung der Immobilie im Voraus berechnet wird: In der Regel lohnt es sich nĂ€mlich schon nach 6 Jahren eine Immobilie zu kaufen, anstatt diese zu mieten, wenn mit einer Wertsteigerung von knapp 1% jĂ€hrlich oder mehr zu rechnen ist.

Wer davor steht Immobilien zu kaufen, der fragt sich natĂŒrlich, was nachher mit diesen Immobilien geschehen soll: Eine Eigentumswohnung bietet sich natĂŒrlich besonders an, vermietet zu werden. In diesem Fall sollte man sich aber auch darĂŒber bewusst sein, dass man MietvertrĂ€ge, Mietkaution und andere Dinge zu regeln hat. NatĂŒrlich kann man auch nicht die Mietpreise erhöhen, nur weil das Kapital an Wert gewinnt.

Wer sich dagegen dafĂŒr entscheidet, eine Immobilie zu kaufen, um diese nach einem gewissen Zeitraum weiterzuverkaufen, der sollte daran denken, dass auch die Instandhaltung der Immobilie Geld kostet und eine gewisse RegelmĂ€ĂŸigkeit erforderlich ist, um alles auf Vordermann zu halten.

In einigen Einzugsgebieten ist die Praxis des Kaufens und Weiterverkaufens dennoch sinnvoll, wenn der Wert des Objekts kontinuierlich steigt.

Anschlussfinanzierung fĂŒr Immobilien: Jetzt gĂŒnstige Zinsen nutzen?

28. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

cc by flickr/ Images_of_Money

Darlehen fĂŒr Immobilien erhĂ€lt man aktuell zu sehr gĂŒnstigen Zinsen. Wer bereits ein solches Darlehen hat und in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen wird, der sollte sich laut der Stiftung Warentest schon jetzt Gedanken dazu machen, denn noch kann man von den aktuellen Top-Zinsen profitieren.

Dabei haben Verbraucher mehrere Möglichkeiten. Zum einen können sie natĂŒrlich abwarten bis die Laufzeit fast vorbei ist und sich dann erst um eine Anschlussfinanzierung kĂŒmmern. Dies ist allerdings risikoreich, denn in der Zwischenzeit könnten die Zinsen wieder angezogen haben und der Anschlusskredit wird teuer.

Man hat jedoch auch die Möglichkeit sich fĂŒr ein sogenanntes Forward-Darlehen zu entscheiden. Dabei setzt man schon jetzt die Konditionen fĂŒr den Anschlusskredit fest um sich vor einem möglichen Anstieg der Zinsen zu schĂŒtzen. Bis zu fĂŒnf Jahre im Voraus ist dies in der Regel möglich.

Mit der Zustimmung der Bank kann man jedoch auch vorzeitig ein neues Darlehen zu den aktuell gĂŒnstigen Zinsen gegen das alte tauschen. DafĂŒr verlangt die Bank jedoch eine sogenannte VorfĂ€lligkeitsentschĂ€digung, die meist so hoch ist, dass sich die Variante nicht wirklich lohnt. In allen FĂ€llen sollte man sich gut beraten lassen und vor allem mehrere Angebote von unterschiedlichen Banken einholen um gute Vergleiche anstellen zu können. Die Stiftung Warentest hat nĂ€mlich in einem Test gezeigt, dass man bei teuren Banken um bis zu 40 Prozent höhere Zinsen zahlen kann als bei gĂŒnstigen Angeboten.