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Archiv für die Kategorie ‘Fonds’

Ein Nein zu Investmentfonds im Fußball

3. Januar 2014 Keine Kommentare

cc by flickr / Katie Brady

Steigende Transferkosten sind einer der GrĂŒnde, warum viele Fußballvereine immer auf der Suche nach neuen Geldgebern sind. Gerade im europĂ€ischen Ausland, wo die finanziellen Regularien weniger strikt sind als in der Bundesliga, ist oftmals jedes Mittel recht, um die eigenen Budgets zu erhöhen. Die Finanzierung ĂŒber Investmentfonds ist der UEFA jedoch ein besonderer Dorn im Auge und soll nun bekĂ€mpft werden.

PrÀsident spricht Klartext

Auf der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Bilbao bezog PrĂ€sident Michel Platini erstmals konkret Stellung zu den Investmentfonds im Fußball. So sei es nach Ansicht des PrĂ€sidenten nicht hinnehmbar, dass sich Rechte an Spielern im Besitz von Finanzunternehmen befinden. Nur die Vereine sollten die Transferrechte ihrer Spieler besitzen, alles andere sei nicht zu akzeptieren. Da sich der zunehmende Einfluss zu einer echten Gefahr entwickeln kann, versprach Platini, dass die EuropĂ€er Maßnahmen ergreifen werden, um diesen Zustand wieder zu Ă€ndern. Dies wĂŒrde im Zweifel auch dann geschehen, wenn eine Beratung mit der der FIFA keine eindeutigen Ergebnisse bringen, um gemeinsam gegen Investmentfonds vorzugehen.

Ein Eingreifen der FIFA hĂ€tte jedoch große Konsequenzen auf den sĂŒdamerikanischen Transfermarkt. Dort sind Investmentfonds weiter verbreitet als in Europa und ein Eingriff wĂŒrde den dortigen Transfermarkt erheblich erschĂŒttern.

So funktionieren die Fonds

Investmentfonds im Fußball sind generell so aufgebaut, dass eine Agentur oder ein Finanzinstitut Beteiligungsrechte an Fußballspielern erwirbt, mit dem Ziel einen Gewinn beim nĂ€chsten Weiterverkauf zu erwirtschaften. Besonders beliebt sind dabei junge Talente, von denen man sich verspricht, dass ihr Marktwert in den nĂ€chsten Jahren erheblich wachsen wird. Die Gefahr, die von der UEFA gesehen wird, ist die, dass die Fondsinhaber, sich verstĂ€rkt in die Transfers und die Finanzplanung (mehr dazu auf horbach.de)der Vereine einmischen. Dies ist zwar rein rechtlich verboten, aber in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen. In Deutschland hatte zum Beispiel der HSV im Jahr 2010 Probleme mit einem Investor, sodass ein geplantes Projekt wieder gestoppt wurde.

Illegale Wetten und Manipulationen

Abgesehen von den Investmentfonds sieht Michel Platini noch weitere Gefahren, die auf den Fußball lauern. Besonders illegale Wettmanipulationen stehen ganz oben auf der Liste und seien nach seiner Ansicht noch gefĂ€hrlicher als Gewalt oder Rassismus.

Euro-Krise – Wie lange noch?

30. Mai 2012 Keine Kommentare

cc by flickr / Andrea Guerra

Es geht schon eine Zeit, das in allen politischen Lagern ĂŒber die Euro-Krise gestritten wird. Spekulationen mancher gehen soweit, dass die ‚Deutsche Mark‘ wieder eingefĂŒhrt werden könnte. Es sieht wahrhaftig nicht gut aus. Sogar Frankreich scheint nun von der Politik abzurĂŒcken, mit Deutschland durch dick und dĂŒnn zu gehen. François Hollande samt Regierung hat gerade beschlossen, dass das Rentenalter auf 60 Jahre heruntergesetzt werden soll. Die BegrĂŒndung war, das selbst eine schlechte Finanzlage keinen Franzosen dazu zwingen dĂŒrfe, lĂ€nger arbeiten gehen zu mĂŒssen. Wobei die Deutschen weiter bis 67 Jahren arbeiten gehen dĂŒrfen, beschwerte sich jemand im Aktien-Forum Hopee.

Man verlĂ€sst sich auf die deutsche Arbeitswilligkeit, und ihre Bereitschaft sich anzustrengen. Nur sieht es da nicht so rosig aus. Die Ratingagentur Moody’s hat einige deutsche Banken herabgestuft. Sie begrĂŒndeten diese Entscheidung damit, das jene Banken nur begrenzte FĂ€higkeiten haben Verluste in der Eurozone zu kompensieren. Zum GlĂŒck ist die wirtschaftliche Lage Deutschlands gut. Andere europĂ€ische Banken sind einiges stĂ€rker gesenkt worden.

Aktuell muss Spanien besonders kĂ€mpfen, denn Spanien benötigt mehr Geld als bisher angenommen. Spaniens Banken mĂŒssen saniert werden und da sprach man schon von 100 Milliarden Euro. Allerdings weigert sich Spanien bislang, den Rettungsschirm anzunehmen. Sie scheinen innigst zu hoffen, das Deutschland zuguterletzt nachgeben wird, und den spanischen Banken unter die Arme greift. Ob die Deutschen dazu in der Lage sein wollen, spricht der DAX eine andere Sprache. So kann man in einem Aktien Forum lesen, das das Plus von ungefĂ€hr 18 Prozent zum Jahresauftakt leider wieder aufgeraucht ist. Seit Januar ist der DAX unter die 6000 Punkte gegangen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat da schon ein paar blendende Ideen der Krise Herr/Frau zu werden und forderte: „Mehr Europa“. Sie will mehr Kompetenzen und Kontrollmöglichkeiten an eine europĂ€ische Regierung abgeben, die sich dann ganz empfindlich in die staatsinternen Angelegenheiten einmischen kann. Ob sie damit den ESM-Vertrag meint?

Facebook-Aktie fÀllt erst einmal in den Keller

20. Mai 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ amsfrank

cc by flickr/ amsfrank

Entwickelt sich der lang erwartete Börsengang von Facebook zum Debakel? Seit dem Start an der New Yorker Wall Street Mitte Mai hat die Aktie der hoch gehandelten Internetfirma bereits mehr als ein Viertel an Wert verloren. Auch am Montag ging die Talfahrt weiter, mittlerweile wird sie bei 26,90 Dollar (21,60 Euro) notiert – der Ausgabepreis hatte noch bei 38 Dollar gelegen. Damit entwickelt es sich zu einem der schlechtesten BörsengĂ€nge eines großen Konzerns. Experten zufolge spekulieren Broker auch weiterhin auf weiter fallende Kurse. Den technischen Pannen zum Handelsstart gesellen sich nun andauernde Kursverluste hinzu.
Als Grund fĂŒr die neuerlichen Kursverluste bezifferten Experten Komplikationen bei den Verhandlungen zur Übernahme der beliebten Bilder-Community Instagram. Dieser geplante Kauf wird derzeit von der US-Wettbewerbsbehörde FTC genauestens unter die Lupe genommen, was den Abschluss des GeschĂ€ftes deutlich verzögern könnte. Eigentlich sollte der Kauf bis Ende Juni abgeschlossen werden. Derzeit ist jedoch nur noch vage von einem Abschluss binnen dieses Jahres die Rede.

Nicht einmal die GerĂŒchte um ein Smartphone von Facebook konnten den Sturz des Wertpapiers aufhalten. Ungenannte Mitarbeiter hatten zunĂ€chst verbreitet, dass dieses GerĂ€t im kommenden Jahr herauskommen könnte. Hingegen beschĂ€ftigt der bislang grĂ¶ĂŸte Börsengang einer Internetfirma mittlerweile auch die US-Gerichte, Politik sowie die Finanzaufsicht: Anleger beschuldigen Facebook und die beteiligte Banken, ihnen bedeutende Informationen vorenthalten zu haben. Dem Unternehmen drohen somit Klagen in Millionenhöhe.

Auch die amerikanische Internet-Branche ist durch das andauernde Debakel aufgeschreckt. Beispielsweise legte die US-amerikanische Reisesuchmaschine Kayak die PlĂ€ne fĂŒr einen baldigen Börsenstart auf Eis. Auch der russische Nachahmer von Facebook, Vkontakte, hatte bereits verlautbaren lassen, keinen Börsengang mehr zu planen, da der Facebook-Flop Investoren abgeschreckt habe. Zudem rieten Experten besonders junge Online-Firmen dazu, sich auf schwierigere Bedingungen einzustellen. Durch den verpatzten Börsenstart von Facebook sind die Bewertungen von Online-Unternehmen mittlerweile drastisch gesunken. Schon jetzt wird vor einer neuerlichen Börsenblase, Ă€hnlich wie 2000, gewarnt, als Investoren ungeachtet des GeschĂ€ftsmodells zu viel Kapital in Internet-Firmen pumpten. Anleger sollten daher eher vorsichtig in diesem Bereich agieren. Es empfiehlt sich deshalb auch, auf alternative Anlagemöglichkeiten zurĂŒckzugreifen, wie z.B. ein Depot bei Cortal Consors zu setzen.

Fondsanleger: Gut informieren und Jahresbericht einsehen

3. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ gillyberlin

cc by flickr/ gillyberlin

Fonds werden Anlegern nur zu gerne angeboten. Zwar locken sie meist mit vergleichsweise hohen Renditen, jedoch sollte man sich als Anleger auch ein wenig mit diesem Bereich auskennen und sich zumindest die Grundlagen des GeschĂ€fts aneignen. Die Vergangenheit hat schließlich gezeigt, dass so manch einer aus Unwissenheit auf das falsche Pferd gesetzt hat bzw. sich von Beratern in eine falsche Richtung hat leiten lassen.

So weist aktuell auch die Aktion „Finanzwissen fĂŒr alle“ darauf hin, dass man die Halbjahres- und Jahresberichte von Investmentfonds mit einem kritischen Blick durchsehen und sie nicht einfach zu den Akten legen sollte. Nur so hat man die Chance die Entwicklung des Fonds im Auge zu behalten.

In den Berichten werden sĂ€mtliche Wertpapiere aufgefĂŒhrt, die der Fonds enthĂ€lt, alle KĂ€ufe und VerkĂ€ufe sowie zusĂ€tzliche Informationen zu Regionen, Branchen und Unternehmen. Einen zusĂ€tzlichen Blick können Anleger zudem auf die Internetseiten der Anbieter werfen. Auf den sogenannten Fact-Sheets wird Auskunft darĂŒber erteilt wie der Fonds aufgeteilt wird und in welche Bereiche investiert wird.

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Fondskauf: Börse Hannover als preisgĂŒnstige Alternative

2. September 2011 Keine Kommentare
Börse Hannover, Quelle. Wikimedia/ AxelHH

Börse Hannover, Quelle. Wikimedia/ AxelHH

Seit Mitte August haben Anleger die Möglichkeit ĂŒber die Börse Hannover eine neue Form des Fondskaufs zu tĂ€tigen. Die Stiftung Warentest hat sich diese Möglichkeit einmal nĂ€her angesehen und kommt zu einem gar nicht mal so schlechten Ergebnis. FĂŒr manche könnte es eine durchaus preisgĂŒnstige Alternative sein.

Bei der Börse Hannover legt die Fondsgesellschaft am jeweiligen Tag RĂŒcknahmepreise fest, fĂŒr die Anleger Fondsanteile kaufen können. DafĂŒr ist eine PauschalgebĂŒhr von 15 Euro und die KaufgebĂŒhren der Bank fĂ€llig. Als Vorteile sieht die Stiftung Warentest hier eindeutig, dass der Ausgabeaufschlag fĂŒr Anleger genauso wie die Handelsspanne (Spread) entfĂ€llt. Anders als beim normalen Kauf ĂŒber eine Bank spielen hier zudem die Kursschwankungen innerhalb eines Tages keine Rolle.

Der Nachteil liegt darin, dass sich an der Börse Hannover derzeit gut 1.100 Fonds finden, wobei viele der gĂ€ngigen Top-Fonds fehlen. Bei kleinen Anlagesummen unter 1.000 Euro sei zudem der Preisvorteil gegenĂŒber dem Kauf bei der Bank eher gering. Der Kauf von Bruchteilen, was ja manchmal durchaus Sinn macht, ist an der Börse Hannover grundsĂ€tzlich nicht möglich.

So ist die Börse Hannover besonders fĂŒr alle, die grĂ¶ĂŸere Summen in Fonds investieren wollen eine durchaus preisgĂŒnstige Alternative. Dies gelte jedoch nicht, wenn man seine Fonds ohnehin kostenlos ĂŒber entsprechende Anbieter im Internet kauft.